MCNN mit starker Zwischenbilanz im Jahr 2026
Mit 20 Publikationen und mehr als 3 Millionen Euro Drittmitteln unterstreicht das MCNN seine erfolgreiche Entwicklung im ersten Halbjahr.
Zur Jahresmitte zieht das Mannheim Center of Neuromodulation and Neuroprosthetics (MCNN) der Universitätsmedizin Mannheim eine positive Zwischenbilanz. Allein den zurückliegenden Woche wurden drei wissenschaftliche Arbeiten mit Beteiligung des MCNN veröffentlicht. Diese beschäftigen sich unter anderem mit neuen Erklärungsmodellen für Phantomwahrnehmungen, mit Sprachverarbeitung in künstlichen neuronalen Netzen sowie mit modernen Ansätzen des Reservoir Computing. Insgesamt war das MCNN im Jahr 2026 bereits an 20 wissenschaftlichen Publikationen beteiligt.
Die Themen spiegeln die große Bandbreite des Zentrums wider. Im klinischen Bereich stehen vor allem neuropathische Schmerzen, Rückenmarkstimulation, Neuromodulation und funktionelle Neurochirurgie im Mittelpunkt. Ergänzt wird dies durch Forschung zu Künstlicher Intelligenz (KI), Brain-Computer-Interfaces (BCI), Sprachverarbeitung, Bewusstsein, Tinnitus und modernen Bildgebungsverfahren.
Auch bei der Forschungsförderung konnte das MCNN wichtige Erfolge erzielen. Seit Oktober letzten Jahres wurden Drittmittel in Höhe von über 3 Millionen Euro eingeworben. Dazu zählen unter anderem eine Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie die beantragte Förderung eines modernen HIFU-Geräts durch die Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung. Das Gerät soll neue Möglichkeiten für die nicht-invasive Behandlung neurologischer und schmerzmedizinischer Erkrankungen eröffnen.
Das MCNN wurde von Prof. Dr. Thomas Kinfe gegründet und wird von ihm geleitet. Ziel des Zentrums ist es, klinische Erfahrung, Neurowissenschaften, Medizintechnik, Physik und künstliche Intelligenz eng miteinander zu verbinden. Genau diese Interdisziplinarität ist entscheidend, um neue Therapien besser zu verstehen, präziser zu planen und sie langfristig individueller auf Patientinnen und Patienten abzustimmen.
Die aktuelle Zwischenbilanz zeigt die dynamische Entwicklung des MCNN innerhalb kurzer Zeit. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Verbindung von Forschung und klinischer Anwendung. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Erkrankungen des Nervensystems besser zu verstehen und moderne Behandlungsansätze weiterzuentwickeln.