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Internationale Bühne für Mannheimer Bewusstseinsforschung

Der MCNN-Doktorand Mathis Immertreu stellte in Chile aktuelle Forschungsergebnisse zur Entstehung innerer Weltmodelle und des Bewusstseins vor.

In  Santiago de Chile fand die internationale Konferenz der „Association for the Scientific Study of Consciousness“ (ASSC, Gesellschaft zur wissenschaftlichen Erforschung des Bewusstseins) statt. Die präsentierte Arbeit entstand in Kooperation zwischen dem Mannheim Center for Neuromodulation and Neuroprosthetics (MCNN) der Universitätsmedizin Mannheim, der Universität Heidelberg und der FAU Erlangen-Nürnberg

In der Studie wird eine grundlegende Frage der Bewusstseinsforschung behandelt. Wie entsteht in einem System ein inneres Bild der Welt, also ein Weltmodell? Mithilfe einer Computersimulation wurde analysiert, wie künstliche Systeme in virtuellen Umgebungen Informationen sammeln, Zusammenhänge erkennen und auf dieser Grundlage einfache innere Weltmodelle ihrer Umgebung entwickeln.

Solche inneren Weltmodelle sind wichtig, um Veränderungen in der Umgebung besser einzuordnen, zukünftige Ereignisse vorherzusagen und sich zu orientieren. Die Arbeit zeigt, dass die Umwelt dabei eine wichtige Rolle spielt. Erst wenn eine Umgebung ausreichend vielfältig und komplex ist, sodass einfache Überlebensstrategien nicht mehr ausreichen, ist es sinnvoll, ein genaueres inneres Modell dieser Welt zu entwickeln.

Für das MCNN ist diese Forschung sehr relevant, da Bewusstsein, Wahrnehmung und die Verarbeitung von Informationen zentrale Themen der modernen Neurowissenschaften und Medizin sind. Langfristig können solche Grundlagenarbeiten dazu beitragen, Bewusstseinszustände bei Patientinnen und Patienten besser zu verstehen, beispielsweise nach Hirnverletzungen, bei neurologischen Erkrankungen oder im Zusammenhang mit neuen Neurotechnologien.

Die Präsentation auf der ASSC-Konferenz unterstreicht die internationale Sichtbarkeit der interdisziplinären Bewusstseinsforschung am MCNN.

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